Terminwünsche für eine Sehkontrolle oder eine neue Brillenverordnung erreichen jede Augenarztpraxis, oft von Patienten, deren letzte Untersuchung schon länger zurückliegt. Der Telefonassistent fragt nach Name, Geburtsdatum, Anlass und den Tagen, an denen der Patient kommen kann. Er fragt auch, ob jemand zum ersten Mal in Ihre Praxis kommt, damit Ihr Team einen Erstbesuch als solchen plant.
Für ein Kind ruft ein Elternteil an, und im Gespräch geht es um zwei Personen. Der Telefonassistent hält fest, wer anruft und für wen der Termin gedacht ist. Er notiert die Beobachtungen in den Worten der Eltern: Blinzeln, Kopfschmerzen nach der Schule oder ein Auge, das zur Seite wandert. Eine Einschätzung dazu gibt er nicht; die trifft Ihr Arzt bei der Untersuchung.
Wer einen Termin verschieben oder absagen möchte, landet ebenfalls beim Telefonassistenten. Er verschiebt oder storniert nie selbst einen Termin: Ihr Team bestätigt. Er notiert, welcher Termin betroffen ist, warum der Patient nicht kommen kann und welche Zeiten ihm besser passen, und gibt das als Rückrufbitte weiter. Ruft jemand nur an, um sein Kommen zu bestätigen, steht auch das im Dashboard, damit niemand am Empfang nachtelefonieren muss.
Verlaufskontrollen bei Glaukom, AMD oder diabetischer Retinopathie folgen einem Rhythmus, den Ihr Arzt vorgibt, nicht der Telefonassistent. Er fragt, um welche Kontrolle es geht, bei welchem Arzt der Patient in Behandlung ist und ob gerade eine Serie von Injektionen läuft. Sehen Ihre Regeln vor, dass solche Termine über das Team laufen, wird daraus eine Rückrufbitte, und Ihr Team legt den Termin passend zum Behandlungsplan.
Vor einer Kataraktoperation steht eine Voruntersuchung, danach eine oder mehrere Kontrollen. Der Telefonassistent fragt, welches Auge betroffen ist, ob die Operation schon stattgefunden hat und wo sie gemacht wurde. Meldet ein frisch operierter Patient dabei Schmerzen oder ein rotes Auge, wird aus dem Terminwunsch ein dringender Anruf, und es gilt die Regel, die der Abschnitt zu dringenden Fällen beschreibt.
Vor einer Untersuchung mit Pupillenerweiterung fragen viele, was sie beachten sollen. Der Telefonassistent nimmt Fragen zur Vorbereitung als Rückrufbitte auf. Ihr Team erklärt die Hinweise zur Untersuchung mit Pupillenerweiterung. Damit der Rückruf rechtzeitig kommt, notiert der Telefonassistent auch, für wann die Untersuchung geplant ist.
Manche Anrufer möchten eine Kopie ihrer Brillenverordnung oder bitten darum, einen Befund an ihren Hausarzt zu schicken. Der Telefonassistent sieht keine Patientenakte ein und verschickt keine Unterlagen. Er notiert, welches Dokument gebraucht wird und wohin es gehen soll, und Ihr Team prüft vor dem Versand, ob der Anrufer dazu berechtigt ist.
Eine Sehverschlechterung, ein rotes Auge oder Augenschmerzen klingen am Telefon oft harmloser, als sie sind. Der Telefonassistent fragt nach, seit wann die Beschwerden bestehen und welches Auge betroffen ist, bewertet die Antwort aber nicht. Er wendet die Notfallregel an, die Sie für solche Schilderungen festgelegt haben, und dokumentiert den Anruf für Ihr Team.
Fragen nach Gebühren, nach der Kostenerstattung oder nach den mitzubringenden Unterlagen beantwortet der Telefonassistent nur mit dem, was Ihre Praxis freigegeben hat. Die Liste der Unterlagen, etwa Versichertenkarte, aktuelle Brille und Medikamentenplan, kann er nennen. Ob eine bestimmte Leistung erstattet wird, klärt Ihr Team im Rückruf.
Warum Patienten in der Augenheilkunde oft mehrmals anrufen, bevor sie einen Termin bekommen, ordnet unser Ratgeber zu Terminwartezeiten beim Augenarzt ein. Mit dem Erreichbarkeitscheck prüfen Sie, wie gut Ihre Praxis heute telefonisch zu erreichen ist.